Hygienische Versorgung

Eine würdevolle Bestattung spiegelt sich auch in einer notwendigen hygienischen Totenversorgung eines Verstorbenen wieder. Denn auch wenn der Mensch bereits verstorben ist, so ist doch seine leibliche Hülle würdevoll und angemessen zu behandeln.

Auf Wunsch versorgt unser ausgebildetes Fachpersonal, unter Mitwirkung von Männer für verstorbene Männer und Frauen für verstorbene Frauen, pietätvoll den Verstorbenen mit einer hygienischen Grundversorgung nach DIN EN 15017.  Dies bedeutet nicht nur den Verstorbenen von medizinische Utensilien zu befreien ( alle Pflaster, Verbände, Sonden, Urinbeutel, Katheter, Herzschrittmacher ), zu waschen und desinfizieren, frisieren, rasieren, einzukleiden, sondern vor allem auch die Einhaltung aller hygienischen Vorschriften.

Die Totenversorgung war früher selbstverständlich und Bestandteil von Alltagserfahrungen. Diese Totenwäsche, das Bekleiden, das gemeinsame Beten und Abschied nehmen, sowie dass „aus dem Haus tragen“ durch Angehörige, Freunde und Nachbarn, waren früher übliche Abschiedsrituale. Heute jedoch ist dies für die meisten Menschen nur schwer vorstellbar, auch wegen Mangels Unterstützung so mancher Bestatter, ein Grund dass es Heute nur sehr wenige Verabschiedungen am offenen Sarg gibt, obwohl diesses aktive Abschied nehmen für den Trauerprozess so wichtig wäre und diesen auch verkürzen kann. Obwohl dies alles die Trauerforschung belegt, ist so ein Abschiednehmen am offenen Sarg schmerzhaft, für viele aber dennoch auch Klarheit und Gewissenheit bringt. Insbesondere gilt hier, „je jünger der Verstorbene, desto wichtiger ist das Abschied nehmen am offenen Sarg“. Somit ist die Abschiednahme auch der Anfang der Trauerbegleitung.

Trauerbewältigung beginnt bereits durch eine Abschiednahme am offenen Sarg

Diese hygienische Versorgung ist daher eine wichtige und unabdingbare Vorbereitung für jede Trauerfeier, um den Hinterbliebenen ein Abschied nehmen am offenen Sarg ermöglichen zu können, welche auch gerne in unserem Raum des Abschieds erfolgen kann.

„Tag für Tag pflegen und reinigen wir unsern Leib.
Doch wann pflegen und reinigen wir unsere Seele?“ Rainer Kaune